Addenda und Corrigenda zu
Alois Haidinger, Franz Lackner: Die Bibliothek und das Skriptorium des Stiftes Heiligenkreuz unter Abt Gottschalk (1134/1147)

(Codices manuscripti et impressi, Supplementum 11). Purkersdorf 2015.

Schreiber HLK 195 C, der Hauptkorrektor des Heiligenkreuzer Skriptoriums im Zeitraum 1133 bis ca. 1175 kann auch in zwei Handschriften des 1137 von Heiligenkreuzer Mönchen besiedelten Stiftes Zwettl nachgewiesen werden: in Cod. 53 sowie in Cod. 85. − Siehe unter Schreiber HLK 195 C.
Teil II des Cod. 148 (fol. 36-131) ist mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer Eintragung im 1142/1147 angelegten Bücherverzeichnis des Abtes Gottschalk zu identifizieren; siehe die Beschreibung der Handschrift unter http://www.scriptoria.at/msdesc/AT3500/AT3500-148.pdf.
In den letzten Monaten wurden zwei weitere aus Heiligenkreuz abgewanderte romanische Handschriften bekannt: Wien ÖNB, Cod. 1004 (Vgl. http://www.iter-austriacum.at/bibliotheksgeschichte/wigbod-in-heiligenkreuz-eine-bestaetigung/, publiziert am 24. März 2016 von Katharina Kaska, sowie http://www.scriptoria.at/cgi-bin/scribes.php?ms=AT8500-1004) und Graz, Universitätsbibliothek, Ms 473. Die Kennntis der letztgenannten, aus der Heiligenkreuzer Gründung Neuberg stammenden Handschrift wird Evelyn Kubina verdankt (mail vom 18. 4. 2016).

Linkliste Verzeichnis der zitierten Internetadressen

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Projekt "Beziehungen zwischen den Skriptorien der Stifte Heiligenkreuz und Zwettl bis Anfang des 13. Jahrhunderts"

Im Zuge des vom Land Niederösterreich mit EUR 5.000 geförderten und mit November 2016 terminisierten Projektes soll untersucht werden, in welchem Maße die in diesem Zeitraum entstandenen Manuskripte der 1137 von Heiligenkreuz gegründeten Zisterze Zwettl in Inhalt, Buchschmuck und Schrift eine Abhängigkeit von den Handschriften des Mutterklosters erkennen lassen. Erste Recherchen im Zwettler Handschriftenbestand haben bereits gezeigt, dass durch Abgleich von aus Heiligenkreuzer und Zwettler Manuskripten erhobenen Schriftproben die Tätigkeit von Kräften aus dem Heiligenkreuzer Skriptorium in Zwettler Manuskripten nachgewiesen und dadurch fallweise auch eine genauere Datierung der betreffenden Zwettler Codices vorgenommen werden kann. Alle Ergebnisse des Projektes werden laufend in die Website www.scriptoria.at integriert.

Alois Haidinger, Franz Lackner - August 2015, letzte Korrektur 2016-06-26

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